artevita

kräuter - keine hexerei

bärlauch



er kommt ganz bestimmt, auch wenn es jetzt gar nicht danach ausieht: der frühling wartet und sobald er da ist, die ersten milden tage, der schnee weggeschmolzen..

bärlauch wächst an schattigen und feuchten standorten in mitteleuropäischen laubwäldern und ist kurz nach der schneeschmelze am energiereichsten. die jungen, zarten blätter des wildknoblauchs lassen sich von märz bis mai in quark und joghurt ebenso verwenden wie auf belegten broten, in béchamelsauce, kartoffelsuppe oder im salat.

aber vorsicht verwechslungsgefahr!
vom bärlauch wird in erster linie das frische kraut verwendet. es enthält vitamin C und ein schwefelhaltiges, ätherisches öl. dem der wilde knoblauch seine darmregulierende und reinigende wirkung verdankt. die stärkste kraft entfaltet der bärlauch kurz vor der blüte (märz bis mai). dann allerdings gleicht er zum verwechseln den giftigen blättern des maiglöckchens. vorsicht: nur dort, wo's nach knoblauch riecht, handelt es sich auch um bärlauch. um sicherzugehen reiben sie die blätter leicht zwischen den fingern. wenn kein knoblauchhaltiger duft entströmt: finger weg!
übrigens ist die eigene ausdünstung nach dem verzehr weniger stark als beim knoblauch.

auf der rezeptseite finden sie rezepte mit bärlauch:
bärlauch-tsatziki und bärlauch-pesto

11.3.06 15:55, kommentieren

petersilie



als erste im reigen der kr?uter kommt die petersilie - in der schweiz auch liebevoll "s'peterli" genannt - daher.

von den griechen hochgesch?tzt, wurde petersilie dazu ausersehen, sieger bei den isthmischen spielen zu bekr?zen und gr?ber zu schm?cken, da sie archemoros, dem todesboten, zugeordnet war.
obwohl die griechen petersilie als heilkraut brauchten und homer berichtet, dass pferde damit gef?ttert wurden, scheinen doch die r?mer als erste das kraut gegessen zu haben. sie verzehrten grosse mengen von petersilie und h?gten ihren g?sten girlanden davon um, um vergiftungen vorzubeugen und starke ger?che (!) zu mildern...

es gibt viele ausgezeichnete petersiliensorten, z.b. knollenpetersilie (Pp.c."tuberosum"). diese hat glatte bl?tter und eine grosse, essbare, gut schmeckende wurzel. alle petersilien sind reich an vitaminen, mineralien und antiseptischem chlorophyll, sind also gesund und ausserdem h?bsch als garnitur... geniessen sie m?glichst oft den geschmack, der als "der inbegriff allen gr?nzeugs" beschrieben worden ist.

4.2.06 20:18, kommentieren